14.2.2020 - 20.03.2020

Leonie Brandner - Gebrauchsanweisung für Felsen


Das Eck wird zur Bühne für Dinge. Auf dieser Bühne ereignet sich Surreales. Ein Löffel, unifarbig, riesengross, handgeformt und dadurch universell, eine Tasse ebenso, ein orangener Blob und felsenförmige Hohlobjekte aus Papiermaché treiben ihr Unding und kreieren eine eigene (Atmo)-Sphäre.

Leonie Brandner interessiert sich dafür, welche Bedeutung Alltagsobjekte für uns haben. Interieurs, Texte und präzise Fragestellungen stehen intuitiven Gesten und Setzungen gegenüber. So entstehen Welten, die sich zwischen Intellektualität und Traumwelt verorten.

 

Öffnungszeiten
Freitag, 14. Februar ab 19 Uhr Vernissage
Samstag, 29. Februar um 20 Uhr Performance
Samstag, 14. März um 15 Uhr Kaffee, Steingebäck und Felsengespräche
Freitag, 20. März ab 19 Uhr Finissage

Das Projekt von Leonie Brandner im ECK wird unterstützt von der Stadt Aarau und der Kulturstiftung der Neuen Aargauer Bank

Die Gegenstände hat Leonie Brandner aus Pappmaché und Keramik gefertigt; sie legt, hängt diese in den Raum, der mit mobilen, den kleinen Kunstraum ECK strukturierenden Holzelementen möbliert ist. «Ein kunterbuntes Assortiment aus mehr oder weniger abstrahierten, grossen und übergrossen Objekten tummelt sich fröhlich nebeneinander und erinnert weit entfernt an ein kurioses Wohnzimmer oder vielleicht an eine nicht ganz homogene Wohngesellschaft», schreibt Leonie über ihre geplante Inszenierung.

Für ihre künstlerischen Recherchen und Befragungen nutzt Leonie Brandner unterschiedliche Medien wie Video, Fotografie, grafische und skulpturale Techniken. Für die Installation im ECK konzentriert sich Leonie Brandner auf die Wirkung der skulpturalen Elemente und deren Farbigkeit im Raum. An zwei perfomativen Anlässen lässt sie ihre wesenhaften Objekte sprechen. Sie werden uns erzählen, wozu sie gebraucht werden, wie sie von uns Menschen gefertigt, geschätzt und verbraucht werden und wie ihr Verhältnis untereinander und zu unserer Spezies ist. Hören wir den Dingen zu, bekommen wir einen Eindruck vom Denken und den Anliegen Leonie Brandners, die sich über die Existenz der Dinge zu Themen wie Gemeinschaft, Familie, Zusammenleben und Älterwerden äussert. 

Leonie Brandner (*1992) ist in Aarau aufgewachsen und hat hier die Schulen besucht. Über ihren künstlerischen Werdegang schreib sie: «2016 habe ich meinen Bachelor in Fine Art am Chelsea College of Art in London abgeschlossen. Während meines Bachelorstudiums konnte ich meine Arbeiten im Rahmen der UK Young Artist Festivals ausstellen und Teil der Barbican Young Visual Arts Group sein. 2018-2019 war ich die Kuratorin des Projektraumes Donaugang in Berlin. 2018 wurde ich vom British Council Germany für ihr Emerging Artist Programm ausgesucht. Meine Arbeiten wurden unter anderem in Kunsträumen und Museen in der Schweiz, Deutschland, Grossbritannien und Spanien gezeigt. In den letzten paar Jahren habe ich vermehrt Workshops für unterschiedliche Altersgruppen geleitet, einen Frühstücksclub mitbegründet, die Zusammenarbeit mit Tänzern, Musikern und Filmemacher gesucht und Projekte für online Plattformen und Radio entwickelt. Im September 2019 habe ich meinen Master in Artistic Research an der Königlichen Akademie für Bildende Kunst in Den Haag begonnen.»