28.2.2019 - 12.04.2019

Eröffnungsausstellung mit Max Matter

Donnerstag, 28. Februar 17-20 Uhr Vernissage 
im Eck mit Apéro im kleinen Salon im Speck 

Dienstag, 12. März 18 Uhr  Matterialienabend
blättern, lesen, diskutieren

Dienstag 26. März 18 Uhr Projektionsabend
Der Wandel des Werkes im Abbild des Ateliers

Dienstag, 9. April 17-20 Uhr Einblicke
ins Tropfgeschehen 

Freitag 12. April 17-20 Uhr Finissage
Das Tropfgeschehen ist abgeschlossen

 

Max Matter (*1941) spielt seit den späten Sechzigerjahren als prägendes Mitglied der Ziegelraingruppe eine wichtige Rolle für das Aargauer Kulturleben. Der Künstler hat sein Werk in präzisen Schritten weiterentwickelt. Systeme und Sinneswahrnehmungen werden durch seine Praxis auf immer wieder neue Art verknüpft und führen den Künstler selber, wie auch die Betrachter*innen zu überraschenden Resultaten.

Max Matter ist ein künstlerischer Forscher. Systeme, Strukturen und Erkenntnisse aus  Wissenschaften, Künsten und Kulturen bilden die komplexe Grundlage für seine Versuchsanordnungen. Er schafft präzise Ausgangslagen, dann arbeiten das Material, die Zeit, die Physik. Die genuine Geste des Künstlers liegt in der Setzung am Anfang und am Ende des Experimentes. Dazwischen, oft im Verborgenen, ereignet sich der provozierte Zufall. Das Ungewisse muss ausgehalten werden, denn erst mit dem Abschluss des Versuches erscheinen als Bilder oder Objekte die kaleidoskopischen Vervielfachungen abstrahierter und exakt inszenierter Prozesse.

Überraschungen und Unerwartetes öffnen den Blick ins Weite. Der Künstler formuliert es so: „Es geht mir nicht darum, Stilistisch-Gesetzmässiges zu respektieren oder zu repetieren, sondern den gedanklich-gefühlsmässigen Umfeldern Bedingungen zu verschaffen, in denen ein Geschehnis ablaufen und in Erscheinung treten kann. Es sind wochenlange Prozesse, die sich im Verborgenen abspielen. Die Werke wachsen wie Pflanzen, in die Höhe und in die Tiefe.“

Schon in seinem dreibändigen Kompendium „Matterialien“ (1984-2009) legte Max Matter seine Quellen aus Wissenschaft, Philosophie und Kunst offen. Im Eck stellt er sich den Fragen und Diskussionen der Besucher*innen zu seinen Themen an einem gemeinsamen „Matterialienabend“. Anhand eines inszenierten „Tropfgeschehens“ weiht er in die Herstellung einer aktuellen Arbeiten ein und mit Atelieraufnahmen aus mehreren Jahrzehnten zeigt er auf eine andere Art, wie sich seine Arbeit entwickelt und im Laufe der Jahre verändert hat. Max Matter wird immer dienstags im Eck sein. Er lädt dazu ein, ihn dort zu besuchen und sich mit ihm in die Themen seiner Arbeit zu vertiefen.

 

Öffnungszeiten 28. Februar bis 13. April 2019:
jeweils dienstags von 15-19 Uhr (der Künstler ist anwesend)
jeweils samstags 9. März / 23. März / 6. April von 16 bis 18 Uhr

weitere Informationen: Sadhyo Niederberger, Kuratorin 078 830 33 44